GEMEINDE MOOS

M I E T O R D N U N G

für die Sport­boot­lie­ge­plät­ze in

der Gemein­de Moos

Gül­tig ab 01.03.2018

Die Gemein­de ver­mie­tet im Ufer­be­reich des Boden­sees Boots­lie­ge­plät­ze im Hafen Moos sowie an der Steg­an­la­ge und im Bojen­feld Iznang. Es han­delt sich jeweils um geschlos­se­ne Anla­gen, die nur von den Mie­tern der Boots­lie­ge­plät­ze i.S. von § 535 BGB in Anspruch genom­men wer­den dür­fen. Zur Rege­lung der Rechts­be­zie­hun­gen zwi­schen der Gemein­de als Gemein­de und den Mie­tern hat der Gemein­de­rat für die Bojen- und Hafen­plät­ze im Was­ser und an Land, ein­schließ­lich der dazu­ge­hö­ren­den Ufer­ein­rich­tun­gen, am .2018 die fol­gen­den Ver­mie­tungs­grund­sät­ze beschlos­sen.

§ 1 GELTUNGSBEREICH

Die Hafen­ord­nung gilt für sämt­li­che gemein­de­ei­ge­nen Hafen­an­la­gen, Bojen­fel­der, Tro­cken­lie­ge­plät­ze, Slip­an­la­gen und zuge­hö­ri­gen Ein­rich­tun­gen der Gemein­de Moos.

§ 2 GRUNDSÄTZLICHES

  1. Die Gemein­de ist Eigen­tü­me­rin oder Inha­be­rin der Bojen-, Hafen- und Steg­an­la­gen in Iznang und in Moos. In die­sen Anla­gen wer­den von der Gemein­de Lie­ge­plät­ze für Sport­boo­te, Boo­te der Berufs­fi­sche­rei sowie im Ein­zel­fall zur gewerb­li­chen Nut­zung ver­mie­tet.
  2. Ein Rechts­an­spruch auf Zutei­lung eines Boots­lie­ge­plat­zes besteht nicht.
  3. Bei Zutei­lung eines Lie­ge­plat­zes ist ein schrift­li­cher Miet­ver­trag abzu­schlie­ßen. Die Bestim­mun­gen die­ser Miet­ord­nung sind Bestand­teil des Miet­ver­tra­ges. Die Ver­mie­tung erfolgt unter dem Vor­be­halt der was­ser­recht­li­chen Erlaub­nis für die Lie­ge­plät­ze durch die Unte­re Was­ser­be­hör­de.

§ 3 VERWALTUNG

  1. Die Gemein­de ver­mie­tet die ver­füg­ba­ren Boots­lie­ge­plät­ze nach den Kri­te­ri­en des § 4. Es wer­den nur Ver­trä­ge über ein Jahr abge­schlos­sen.
  2. Die Gemein­de ist berech­tigt, aus Grün­den der effek­ti­ve­ren Bele­gung Boots­in­ha­ber zu Sai­son­be­ginn einen ande­ren Lie­ge­platz zuwei­sen.
  3. Die Betreu­ung und Über­wa­chung der Anla­gen oblie­gen den Hafen­meis­tern der Gemein­de. Die­se über­wa­chen die Ein­hal­tung der von der Gemein­de auf­ge­stell­ten Miet­ord­nung und üben in Ver­tre­tung des Bür­ger­meis­ters das Haus­recht aus. Ihre Anord­nun­gen sind zu beach­ten.

§ 4 MIETVORAUSSETZUNGEN

  1. Für das Mie­ten eines Boots­lie­ge­plat­zes hat der Antrag­stel­ler fol­gen­de Vor­aus­set­zun­gen zu erfül­len:
    1. Plät­ze wer­den von der Gemein­de nur an Ein­zel­per­so­nen ver­mie­tet, die in Moos seit min­des­tens 5 Jah­ren ihren mel­de­recht­li­chen Haupt­wohn­sitz als allei­ni­gen Wohn­sitz unter­hal­ten.
    2. Plät­ze, die nach der Ver­ga­be nach Zif­fer. 1.1. noch zur Ver­fü­gung ste­hen, kön­nen in der fol­gen­den Rei­hen­fol­ge ver­ge­ben wer­den:

- Ein­woh­ner mit allei­ni­gem Wohn­sitz, die noch kei­ne 5 Jah­re in der Gemein­de woh­nen.

- Zweit­woh­nungs­in­ha­ber,

- Mit­glie­der der ört­li­chen Segel­clubs

- sons­ti­ge Bewer­ber

    1. Die Anzahl an Lie­ge­plät­zen, die am 31.12.1995 durch Mit­glie­der der Segel­clubs Moos und Iznang belegt war, fällt nicht unter die Ver­ga­be nach Abs. 1. Für die­se Plät­ze hat der Gemein­de­rat um deren Fort­be­stand zu gewähr­leis­ten eine ande­re Ver­ga­be­re­ge­lung beschlos­sen. Auf Antrag kön­nen durch Beschluss des Hafen­aus­schus­ses die­se Plät­ze getauscht wer­den. Für die­se Ver­ga­ben ist der Hafen­aus­schuss zustän­dig.
    2. Nicht unter die Ver­ga­be nach Nr. 1.1. fal­len Plät­ze, die zur gewerb­li­chen Nut­zung an ein­hei­mi­sche Gewer­be­be­trie­be ver­ge­ben wer­den.
    3. Frei wer­den­de Plät­ze aus den Kon­tin­gen­ten nach § 4 Punkt 1.3 wer­den erst nach einer Frist von einem Jahr nach Frei­wer­den erneut ver­ge­ben. Für eine effek­ti­ve Bele­gung und um mög­lichst vie­len Mit­glie­dern der o. g. Segel­clubs eine Aus­übung des Was­ser­sports zu ermög­li­chen, wer­den die­se Plät­ze in die­ser Zeit als Gast­plät­ze für Club­mit­glie­der ver­ge­ben.
    4. Gibt der Mie­ter inner­halb von 5 Jah­ren nach Abschluss eines Miet­ver­tra­ges sei­nen Wohn­sitz in Moos auf oder wird inner­halb die­ser Frist der mel­de­recht­li­che Haupt­wohn­sitz aus Moos weg ver­legt, ist der Miet­ver­trag zu kün­di­gen.
    5. Zum Abschluss des Miet­ver­tra­ges müs­sen vom Mie­ter inner­halb eines Monats fol­gen­de Unter­la­gen vor­ge­legt wer­den:
  • Ein voll­stän­dig aus­ge­füll­ter und rechts­ver­bind­lich unter­schrie­be­ner Lie­ge­platz­an­trag, inkl. aller rele­van­ten Boots­da­ten
  • bei zuge­las­se­ner Eigen­tü­mer­ge­mein­schaft eine ent­spre­chen­de Erklä­rung bzw. ver­trag­li­che Ver­ein­ba­rung aller Eigen­tü­mer
  • amt­li­che Boots­zu­las­sung auf den Namen des Antrag­stel­lers, ggf. aller Mit­ei­gen­tü­mer
  • Boden­see­schif­fer­pa­tent des Antrag­stel­lers, ggf. aller Mit­ei­gen­tü­mer sofern es nach der Boden­see­schiff­fahrts­ord­nung für das ein­ge­brach­te Boot not­wen­dig ist
  • Nach­weis des Bestehens einer aus­rei­chen­den Boots­haft­pflicht-ver­si­che­rung
  • Vor­la­ge einer gül­ti­gen Ein­zugs­er­mäch­ti­gung
  • Wei­te­re Nach­wei­se zu den Boots­ma­ßen soweit die tat­säch­li­chen Maße mit den Ein­tra­gun­gen in den amt­li­chen Unter­la­gen nicht über­ein­stim­men
  • Erklä­rung zur Kur­ta­xe sowie zum Inne­ha­ben eines wei­te­ren Lie­ge­plat­zes

Nicht recht­zei­ti­ge oder unvoll­stän­di­ge Rück­ga­be der Unter­la­gen berech­tigt zur Ableh­nung der Lie­ge­platz­zu­tei­lung. Der Lie­ge­platz kann an ande­re Inter­es­sen­ten wei­ter gege­ben oder als Gast­lie­ge­platz genutzt wer­den.

  1. Bei der Lie­ge­platz­ver­ga­be wer­den Län­ge, Brei­te und Tief­gang der Boo­te berück­sich­tigt. Die Gemein­de behält sich vor, einen Zutei­lungs­an­trag abzu­leh­nen, wenn das Boot nicht zur gege­be­nen Lie­ge­platz­in­fra­struk­tur passt bzw. die Vor­ga­ben die­ser Miet­ord­nung nicht ein­ge­hal­ten wer­den.
  2. Zur bes­se­ren Aus­nut­zung der Lie­ge­plät­ze kön­nen durch den Hafen­aus­schuss im Ein­zel­fall Boots­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaf­ten unter Ein­woh­nern der Gemein­de und Mit­glie­dern der ört­li­chen Segel­clubs zuge­las­sen wer­den. Die Mit­glie­der der Segel­clubs müs­sen ein Min­dest­mit­glieds­zeit von fünf Jah­ren im jewei­li­gen Club nach­wei­sen. Bei Anträ­gen von Mit­glie­dern der ört­li­chen Segel­clubs muss die schrift­li­che Zustim­mung der jewei­li­gen Vor­stand­schaft mit Bestä­ti­gung der Mit­glieds­zeit vor­lie­gen. Bei Wider­ruf der Zustim­mung durch die Vor­stand­schaft wird die Eig­ner­ge­mein­schaft been­det.

Alle Part­ner der Eig­ner­ge­mein­schaft sind der Gemein­de­ver­wal­tung unter Nach­weis einer schrift­li­chen Ver­ein­ba­rung über die Eigen­tums­ver­hält­nis­se aller Eigen­tü­mer anzu­zei­gen. In der Gemein­schaft sind bis zu drei Betei­lig­te zuge­las­sen, die das ein­ge­brach­te Boot regel­mä­ßig nut­zen. Eine ent­spre­chend der Ver­ein­ba­rung aus­ge­stell­te Zulas­sungs­ur­kun­de ist eben­falls vor­zu­le­gen. Der Miet­ver­trag über den Platz wird mit dem bis­he­ri­gen Mie­ter fort­ge­führt. Die Betei­li­gung an der Eigen­tü­mer­ge­mein­schaft oder das Mit­ei­gen­tum an dem ein­ge­brach­ten Boot begrün­den kei­nen Rechts­an­spruch auf die Zutei­lung oder Über­tra­gung eines Lie­ge­plat­zes. Sämt­li­che Ände­run­gen im Ver­trags­ver­hält­nis der Gemein­schaft been­den die Zulas­sung der Eigen­tü­mer­ge­mein­schaft. Die­se ist durch den Hafen­aus­schuss neu zu geneh­mi­gen. Die Gemein­de behält sich vor, die Zulas­sung von Eigen­tü­mer­ge­mein­schaf­ten wie­der auf­zu­he­ben.

  1. Boots­plät­ze wer­den nur an Bewer­ber ver­mie­tet, die im Bereich des Boden­sees nicht über einen wei­te­ren Lie­ge­platz ver­fü­gen. Dies ist bei Antrags­stel­lung schrift­lich zu ver­si­chern. Die Platz­ver­ga­be zur gewerb­li­chen Nut­zung ist hier­von aus­ge­nom­men.

§ 5 MIETZEIT und BEENDIGUNG

  1. Die Miet­zeit beginnt am 1. Janu­ar und endet am 31. Dezem­ber. Sie ver­län­gert sich jeweils um ein wei­te­res Jahr, wenn weder die Gemein­de noch der Mie­ter unter Ein­hal­tung einer Frist von 6 Wochen bis zum 31. Dezem­ber des lau­fen­den Jah­res kün­di­gen. Die Kün­di­gung muss schrift­lich erfol­gen. Das Miet­ver­hält­nis kann unter Ein­hal­tung der Kün­di­gungs­frist auch ohne Nen­nung von Grün­den gekün­digt wer­den.
  1. Die Gemein­de und die Mie­ter haben das Recht zur außer­or­dent­li­chen Kün­di­gung, wenn hier­für ein wich­ti­ger Grund im Sin­ne der gesetz­li­chen Vor­schrif­ten vor­liegt.
  2. Für die Gemein­de liegt ein wich­ti­ger Grund zur frist­lo­sen Kün­di­gung vor, wenn:
    1. der Mie­ter mit der Ent­rich­tung der Mie­te län­ger als einen Monat nach Fäl­lig­keit im Rück­stand bleibt,
    2. der Mie­ter den Lie­ge­platz ver­trags­wid­rig oder ord­nungs­wid­rig benutzt und dadurch die Rech­te der Gemein­de ver­letzt, ins­be­son­de­re wenn der Mie­ter den Lie­ge­platz oder das dar­auf ein­ge­brach­te Boot einem Drit­ten über­lässt,
    3. Der Mie­ter die Eigen­tums­ver­hält­nis­se am Boot so ändert, dass die Vor­aus­set­zun­gen im Sin­ne die­ser Miet­ord­nung nicht mehr erfüllt sind.
    4. Der Mie­ter das Boot mit Ablauf der Sai­son nicht vom Lie­ge­platz ent­fernt hat. Dies gilt auch für Bei­boo­te im Bei­boot­la­ger.
    5. der Mie­ter gegen die Gebo­te von Sit­te und Anstand ver­stößt oder sich einer erheb­li­chen oder wie­der­hol­ten Beläs­ti­gung der ande­ren Mie­ter schul­dig macht,
    6. der Mie­ter sei­ne Pflicht zu einer aus­rei­chen­den Boots­haft­pflicht-ver­si­che­rung nach § 15Abs. 3. nicht erfüllt,
    7. der Mie­ter gegen die Bestim­mun­gen die­ser Miet­ord­nung ver­stößt,
    8. das erfor­der­li­che SEPA-Last­schrift­man­dat nach § 11 Abs. 4 nicht erteilt oder zurück­zieht,
    9. Das Inne­ha­ben eines wei­te­ren Boots­plat­zes im Bereich des Boden­sees ist ein wich­ti­ger Kün­di­gungs­grund, eben­so, wenn die Vor­aus­set­zung nach § 4 Abs. 1.1 nicht mehr vor­liegt.

§ 6 BELEGUNG

Vor dem jähr­li­chen Ein­brin­gen des Boo­tes muss der Lie­ge­platz­mie­ter beim Hafen­meis­ter unter Vor­la­ge eines Iden­ti­täts­nach­wei­ses, der Boots­zu­las­sung sowie der Boots­haft­pflicht­ver­si­che­rung die Kon­troll­pla­ket­te für sein Boot abho­len. Die­se Pla­ket­te ist am Boot gut sicht­bar und dau­er­haft zu befes­ti­gen.

Das Ein­brin­gen des Boo­tes ist beim Hafen­meis­ter min­des­tens fünf Tage zuvor anzu­mel­den, um sicher­stel­len zu kön­nen, dass der ent­spre­chen­de Lie­ge­platz frei gemacht wer­den kann. Ver­mie­te­te Lie­ge­plät­ze, die vom Mie­ter nicht belegt sind, ste­hen der Gemein­de zur Nut­zung als Gast­lie­ge­plät­ze zur Ver­fü­gung.

Ein Lie­ge­platz­in­ha­ber kann sei­nen Platz längs­tens zwei Jah­re unbe­legt las­sen. Wird der Platz auch im drit­ten Jahr nicht belegt, kann er zum 31.12. die­ses Jah­res gekün­digt wer­den. Bei nicht abge­hol­ter bzw. nicht ange­brach­ter Pla­ket­te gilt der Lie­ge­platz für die­ses Jahr als nicht belegt.

§ 7 NUTZUNG DER LIEGEPLÄTZE

1. Die Lie­ge­plät­ze sind nicht über­trag­bar. Die vor­über­ge­hen­de Über­las­sung eines Lie­ge­plat­zes an einen Drit­ten ist nur mit Geneh­mi­gung der Gemein­de zuläs­sig. Eine Umle­gung der Boo­te sowie eine Ände­rung der Lie­ge­plät­ze bedür­fen der Geneh­mi­gung der Gemein­de.

2. Die Boo­te müs­sen in Län­ge, Brei­te und Tief­gang dem zuge­teil­ten Lie­ge­platz ent­spre­chen. Im Neu­en Hafen Moos dür­fen die Lie­ge­plät­ze auf der Ost­sei­te nur mit Boo­ten bis zu 9,00 m und auf der West­sei­te bis zu 10,00 m Gesamt­län­ge belegt wer­den. Im Neu­en Hafen Moos dür­fen Boo­te einen Tief­gang von 1,30 nicht über­schrei­ten. Im Alten Hafen Moos dür­fen Boo­te nur eine Gesamt­län­ge von 20 Fuß = 6,10 m haben.

In Anbe­tracht der Flach­was­ser­zo­ne im Bojen­feld in Iznang dür­fen in den ein­zel­nen Rei­hen nur Boo­te ein­ge­bracht wer­den, deren Tief­gang fol­gen­de Maße nicht über­schrei­ten:

ers­te Rei­he bis 35 cm

zwei­te Rei­he bis 60 cm

drit­te Rei­he bis 80 cm

vier­te Rei­he bis 1,10 m;

Im Bojen­feld darf die Boots­län­ge höchs­tens 9,50 m, am Steg in Iznang 30 Fuß = 9,15 m betra­gen.

An der Schwimm­steg­an­la­ge am Lan­de­steg Iznang dür­fen nur Segel­boo­te mit Fest­kiel ein­ge­bracht wer­den. Die Boots­län­ge darf höchs­tens 9,50 m betra­gen. Der Tief­gang muss mini­mal 0,80 m und darf maxi­mal 1,30 m betra­gen. Die Boo­te oder Tei­le des Boo­tes dür­fen zu kei­ner Zeit über die see­sei­ti­gen Dal­ben hin­aus bzw. in den Steg­be­reich hin­ein­ra­gen.

Für jede Ände­rung in der Grö­ße eines Boo­tes ist vor dem Ein­brin­gen die Geneh­mi­gung der Gemein­de zu bean­tra­gen.

  1. Die Bele­gung der Lie­ge­plät­ze darf nur bei aus­rei­chen­dem Was­ser­stand erfol­gen.
  2. Im Bojen­feld Iznang sind die Mie­ter für Boje und Boot selbst allein ver­ant­wort­lich. Bojen­ge­schirr samt Boje sind im Eigen­tum der Mie­ter und müs­sen alle zwei Jah­re von fach­kun­di­gem Per­so­nal geprüft wer­den. Im Bojen­feld Iznang sind die Hal­te­bo­jen bis 1. Mai aus­zu­brin­gen, bis 30. Sep­tem­ber zu belas­sen und bis spä­tes­tens 31. Okto­ber wie­der zu ent­fer­nen. An den Ste­gen in Iznang sind die Plät­ze bis 31. Okto­ber zu räu­men. Im Hafen Moos sind die Boo­te jeweils bis spä­tes­tens 15. Novem­ber jeden Jah­res aus der Hafen­an­la­ge zu ent­fer­nen. Bis zu den genann­ten Zeit­punk­ten nicht ent­fern­te Boo­te und Bojen wer­den von der Gemein­de auf Kos­ten der Lie­ge­platz­mie­ter ent­fernt. Alle Lie­ge­plät­ze dür­fen frü­hes­tens ab 1. April belegt wer­den.
  3. Die Lie­ge­plät­ze sind in ein­wand­frei­em Zustand zu hin­ter­las­sen. Sämt­li­che vom Mie­ter ein­ge­brach­ten Gegen­stän­de sind zum Sai­son­ende zu ent­fer­nen. Durch Ver­schul­den des Lie­ge­platz­mie­ters ent­stan­de­ne Schä­den an den Hafen­an­la­gen besei­tigt die Gemein­de auf Kos­ten des Mie­ters.
  4. Das Hafen­ge­län­de ist von 22.00 bis 7.00 geschlos­sen.
  5. Nicht gestat­tet in sämt­li­chen Hafen­an­la­gen der Gemein­de Moos sind:
  • Das Baden, Lagern und Cam­pie­ren sowie Fischen im Bereich der Steg- und Hafen­an­la­gen.
  • Offe­nes Feu­er
  • Ruhe­stö­ren­der Lärm, zwi­schen 22.00 und 7.00 Uhr ist die Nacht­ru­he ein­zu­hal­ten.
  • Befah­ren der bei­den Molen im Hafen Moos mit Fahr­zeu­gen aller Art.
  • Par­ken inner­halb des Hafen­ge­län­des Moos mit Fahr­zeu­gen aller Art.
  • jede Abfall- und Wert­stoff­ent­sor­gung außer­halb der für die Ent­sor­gung durch Was­ser­sport­trei­ben­de zuge­las­se­nen Behält­nis­se.
  • Ver­un­rei­ni­gun­gen der Hafen­an­la­gen jeg­li­cher Art. Für Abfäl­le sind die auf­ge­stell­ten Müll­be­häl­ter zu benut­zen.
  • Das unsach­ge­mä­ße Han­tie­ren mit was­ser­ge­fähr­den­den Flüs­sig­kei­ten.
  • Das Abstel­len von Boots­hän­gern im Bereich der Lie­ge­plät­ze, mit Aus­nah­me kurz­zei­ti­ger Abstell­vor­gän­ge wäh­rend des Boots­slips in Abspra­che mit dem Hafen­meis­ter.
  • Zu- und Abfahr­ten zum Kran, sowie zu den Slip­an­la­gen müs­sen frei­ge­hal­ten wer­den.
  • Das Lagern von Boots­zu­be­hör und sons­ti­gen Uten­si­li­en (auch Fahr­rä­der). Aus­ge­nom­men davon ist der Betrieb wäh­rend des Be- und Ent­la­dens der Boo­te sowie das Zurück­las­sen nicht mit­führ­ba­ren Zube­hörs.
  • Unnö­ti­ges Lau­fen­las­sen der Moto­ren. Pro­be­läu­fe zur Ein­stel­lung von Moto­ren sind unter­sagt.
  • Stö­rung der Vor­rang­schif­fe (Fahr­gast­schiff­fahrt).
  1. Das Betre­ten der Hafen­an­la­gen erfolgt auf eige­ne Gefahr.

§ 8 BENUTZUNG DER MIETSACHE

  1. Für gewerb­li­che Zwe­cke darf ein Lie­ge­platz nur mit beson­de­rer Geneh­mi­gung der Gemein­de ver­wen­det wer­den.
  2. Ver­lässt der Mie­ter mit sei­nem Boot den Lie­ge­platz über Nacht oder län­ger, hat er dies dem Hafen­meis­ter der Gemein­de mit­zu­tei­len. Die Gemein­de ist für die Zeit der Abwe­sen­heit des Mie­ters nach den all­ge­mein aner­kann­ten Hafen­re­geln am Boden­see berech­tigt, die­sen Lie­ge­platz als Gast­lie­ge­platz zu nut­zen. Teilt der Mie­ter sei­ne Abwe­sen­heit mit dem Boot dem Hafen­meis­ter nicht mit, kann die­ser dem Mie­ter die ent­gan­ge­ne Gast­ge­bühr für den Zeit­raum sei­ner Abwe­sen­heit berech­nen.
  3. Die Boo­te sind an den ihnen zuge­wie­se­nen Plät­zen so zu bele­gen, dass eine Beschä­di­gung der Nach­bar­boo­te auch bei Stür­men aus­ge­schlos­sen ist.

Die Boo­te in den bei­den Häfen in Moos und den bei­den Steg­an­la­gen in Iznang müs­sen an Bug und Heck dop­pelt über Kreuz mit ein­wand­frei­em Tau­werk und Ruck­fen­dern fest­ge­macht wer­den. Dabei ist zu beach­ten, dass durch Wel­len­be­we­gun­gen oder Ände­run­gen des Was­ser­stands kei­ne Span­nun­gen im Tau­werk auf­tre­ten kön­nen. Draht­sei­le und Ket­ten sind als Tau­werk unzu­läs­sig.

An bei­den Sei­ten der Boo­te sind genü­gend Fen­der in aus­rei­chen­der Grö­ße (je Sei­te min­des­tens zwei) anzu­brin­gen.

Bei Segel­boo­ten sind Fal­len und Wan­ten so zu ver­zur­ren, dass ein Anschla­gen an den Mast ver­mie­den wird.

Die Boo­te müs­sen jeder­zeit an der Boje frei beweg­lich sein (schwo­jen), Heck­an­ker oder zwei­te Befes­ti­gun­gen sind unzu­läs­sig (Bojen­feld Iznang).

  1. Eine stän­di­ge Kon­trol­le des Lie­ge­plat­zes und des Boo­tes ist zu gewähr­leis­ten, ins­be­son­de­re bei Sturm und stark wech­seln­den Pegel­stän­den etc.
  2. Es ist unter­sagt, am Lie­ge­platz und am Pfahl­werk Nägel, Rin­ge, Haken oder sons­ti­ge Gegen­stän­de anzu­brin­gen oder am Lie­ge­platz Ver­än­de­run­gen vor­zu­neh­men. Eben­so ist es unter­sagt, Bojen­stei­ne zu ver­set­zen und Boo­te an den Lei­tern oder Schutz­ge­län­dern der Ste­ge zu befes­ti­gen.
  3. Die Bestim­mun­gen der Boden­see­schiff­fahrts­ord­nung sind ein­zu­hal­ten. Ins­be­son­de­re darf eine Fahr­ge­schwin­dig­keit von 10 km/h im Bereich der Hafen, Steg- und Bojen­feld­an­la­gen nicht über­schrit­ten wer­den.
  4. Die Tro­cken­plät­ze sind num­me­riert und ein­zu­hal­ten. Nach Bedarf und zur opti­ma­len Bele­gung kann die Gemein­de die Bele­gung anpas­sen. Wenn die siche­re Lage­rung der Boo­te auf den Tro­cken­lie­ge­plät­zen infol­ge gestie­ge­nem Was­ser­stan­des zur Beein­träch­ti­gung führt, kann die Lie­ge­platz­ver­wal­tung durch Ein­zel­an­ord­nung ver­lan­gen, das Boot vor­über­ge­hend vom Tro­cken­lie­ge­platz zu ent­fer­nen.

§ 9 VERSORGUNGS- UND ENTSORGUNGSEINRICHTUNGEN

  1. Die Gemein­de stellt im Hafen und an den Steg­an­la­gen die Ver­sor­gung mit elek­tri­scher Ener­gie und Trink­was­ser sicher. Ein Anspruch dar­auf besteht für den Mie­ter nicht. Der an den Anla­gen bereit­ge­stell­te Strom darf nicht zu Heiz­zwe­cken oder für den Dau­er­be­trieb von Kühl­schrän­ken oder ande­ren elek­tri­schen Gerä­ten benutzt wer­den.
  2. Das zur Ver­fü­gung gestell­te Trink­was­ser darf nur als sol­ches und nicht zu ande­ren Zwe­cken (z.B. Waschen der Boo­te) ver­wen­det wer­den.
  3. Die Fäka­li­en aus den Bord­toi­let­ten müs­sen ent­we­der über die Absaug­an­la­ge des Hafens oder in der Ent­lee­rungs­stel­le ent­sorgt wer­den.
  4. Die Ein­rich­tun­gen sind pfleg­lich zu behan­deln und nach Gebrauch in sau­be­rem Zustand zu ver­las­sen.
  5. Für den Abfall von Boo­ten wird im Bereich des Hafens eine Ent­sor­gungs­mög­lich­keit zur Ver­fü­gung gestellt. Die Ent­sor­gung von Son­der­müll ist hier­von aus­ge­schlos­sen.

§ 10 BENUTZUNG DER SLIPANLAGEN, KRANBETRIEB

  1. Die Boo­te dür­fen nur an den dafür vor­ge­se­he­nen Slip­an­la­gen zu Was­ser gelas­sen wer­den. In Iznang sind es die Slip­an­la­gen öst­lich des Lan­de­ste­ges und öst­lich des Fischer­stegs, im Hafen Moos sind dies die drei Slip­an­la­gen im Neu­en Hafen.
  2. Sämt­li­che Slip­an­la­gen in den Hafen­an­la­gen dür­fen nur mit Boo­ten mit einem max. Gesamt­ge­wicht von 350 kg benutzt wer­den. Für grö­ße­re Boo­te steht im Hafen­be­reich eine Kran­an­la­ge zur Ver­fü­gung.
  3. Die Boo­te müs­sen von Hand geslipt wer­den. Es dür­fen kei­ne Kraft­fahr­zeu­ge benutzt wer­den. Eine Sli­phil­fe kann geneh­migt wer­den.
  4. Die Benut­zung der Slip­an­la­gen ist nur Lie­ge­platz­mie­tern nach die­ser Hafen­ord­nung erlaubt. Für Boots­be­sit­zer, die inner­halb der Lie­ge­platz­an­la­gen kei­nen stän­di­gen Lie­ge­patz haben, ist die Benut­zung der Slip­an­la­gen kos­ten­pflich­tig. Das Ent­gelt ist in der Ent­gelt­ord­nung gere­gelt. Tages-/Jah­res­slip­kar­ten wer­den vom Hafen­meis­ter aus­ge­ge­ben.
  5. Der Kran ist nur vom 01.04. — 15.11. jeden Jah­res in Betrieb. Die Kran­zei­ten wer­den ent­spre­chend des Bedarfs fest­ge­legt und im Hafen­ge­län­de bekannt­ge­macht. An Sonn- und Fei­er­ta­gen ist der Kran außer Betrieb.

§ 11 MIETEN

  1. Die Mie­ten für Boots­lie­ge­plät­ze wer­den nach der Flä­che der Boo­te berech­net. Dabei wer­den die Boots­flä­chen durch die im rech­ten Win­kel fest­ge­stell­ten Maße ermit­telt. Als Boots­ma­ße gel­ten hier die tat­säch­li­che Län­ge und Brei­te (Län­ge und Brei­te über alles) des Boo­tes.
  2. Die jähr­li­chen Mie­ten betra­gen:

für Ein­woh­ner für Aus­wär­ti­ge

je qm Boots­flä­che

2.1. im Bojen­feld Iznang 14,30 € 18,70 €

2.2. Ste­ge Iznang 19,80 € 25,30 €

2.3. Im Alten Hafen Moos 19,80 € 25,30 €

2.4. Im Neu­en Hafen Moos 25,90 € 33,80 €

2.5. für Ruder­boo­te KN 3 19,80 € 25,30 €

Pau­schal pro Boot

2.6. Tro­cken­lie­ge­plät­ze im neu­en Hafen Moos

140,00 € 180,00 €

  1. Die ermä­ßig­ten Mie­ten für Ein­woh­ner gel­ten nicht für Boo­te, die gewerb­lich genutzt wer­den.
  2. Die Mie­ten wer­den am 1. März jeden Jah­res zur Zah­lung fäl­lig und von der Gemein­de im Abbu­chungs­ver­fah­ren ein­ge­zo­gen. Die Mie­ter sind ver­pflich­tet SEPA-Last­schrift­man­dat zu ertei­len.

§ 12 SONSTIGE ENTGELTE

1. Für die Auf­nah­me auf die War­te­lis­te zur Zutei­lung eines Boots­lie­ge­plat­zes wird ein ein­ma­li­ger Kos­ten­er­satz erho­ben von 30,00 €

2. Für die erst­ma­li­ge Ver­ga­be eines Boots­lie­ge­plat­zes wird ein ein­ma­li­ger Kos­ten­er­satz erho­ben von 100,00 €

3. Für den Wechsel/Tausch des Boots­lie­ge­plat­zes oder den Wech­sel des Boo­tes wird ein ein­ma­li­ger Kos­ten­er­satz erho­ben von 100,00 €

4. Gast­lie­ge­plät­ze im Neu­en Hafen Moos und Steg­an­la­ge Iznang, je Tag

Lie­ge­zeit bis max. 3 Tage 10,00 €

Lie­ge­zeit ab dem 4. Tag 9,00 €

Gast­lie­ge­plät­ze im Bojen­feld Iznang, Alten Hafen Moos, Land­plät­ze

und sons­ti­ge Lie­ge­plät­ze, je Tag

Lie­ge­zeit bis max. 3 Tage 8,00 €

Lie­ge­zeit ab dem 4. Tag 7,00 €

  1. Sli­p­ent­gelt 7,00 €

Sli­p­ent­gelt Jah­res­kar­te 80,00 €

Für die Mie­ter der Tro­cken­lie­ge­plät­ze ist die Benut­zung der Slip­an­la­ge im Miet­preis ent­hal­ten.

  1. Die Gemein­de erhebt gemäß Sat­zung eine Kur­ta­xe für die Über­nach­tung auf Gast­lie­ge­plät­zen und für Boo­te aus­wär­ti­ger Mie­ter mit Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten. Die Kur­ta­xe für Gast­lie­ger ist in der jewei­li­gen Gast­ge­bühr ent­hal­ten. Die Kur­ta­xe für Boo­te aus­wär­ti­ger Mie­ter mit Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten wird zusam­men mit der Jah­res­mie­te fäl­lig und erho­ben. Der Mie­ter hat bei Abschluss des Miet­ver­tra­ges oder Wech­sel des Boo­tes eine ver­bind­li­che Erklä­rung zur Kur­ta­xe­pflicht abzu­ge­ben.
  2. Für die Inan­spruch­nah­me des Druck­rei­ni­gers der Gemein­de ist ein Ent­gelt von 1,00 € je Zeit­ein­heit in bar unmit­tel­bar an den Hafen­meis­ter zu ent­rich­ten.
  3. Boots­an­hän­ger, die unbe­rech­tigt auf öffent­li­chen Stra­ßen, Plät­zen und auf dem Hafen­park­platz, abge­stellt wer­den, wird die Gemein­de Moos abschlep­pen und sicher­stel­len. Die an den Hafen­meis­ter zu zah­len­den Kos­ten­er­sät­ze hier­für betra­gen:

Abschlep­pen 100,00 €

Auf­be­wah­rung je ange­fan­ge­nen Monat 50,00 €

Die Ent­gel­te wer­den mit der Vor­nah­me der Leis­tun­gen zur Zah­lung fäl­lig.

§ 13 UMSATZSTEUER

Zu den fest­ge­leg­ten Ent­gel­ten erhebt die Gemein­de zusätz­lich die Umsatz­steu­er in der jewei­li­gen gesetz­li­chen Höhe. In den Ent­gel­ten nach § 12 ist die Umsatz­steu­er ent­hal­ten.

§ 15 HAFTUNG

1. Für Per­so­nen- und Sach­schä­den jeder Art, die im Zusam­men­hang mit der Benut­zung der Anla­gen und ihrer Ein­rich­tun­gen ent­ste­hen, wird von der Gemein­de kei­ne Haf­tung über­nom­men.

2. Die Gemein­de haf­tet nicht für Dieb­stäh­le und Beschä­di­gun­gen an Boo­ten oder abge­stell­ten Fahr­zeu­gen.

  1. Der Lie­ge­platz­mie­ter ist ver­pflich­tet, für sein Boot eine aus­rei­chen­de Haft­pflicht­ver­si­che­rung abzu­schlie­ßen, die alle mög­li­chen, mit dem Boots­platz und dem Boot zusam­men hän­gen­den Schä­den umfas­sen. Die Gemein­de ist von der Haft­pflicht aus dem ver­si­cher­ten Gegen­stand frei­zu­stel­len. Die Ver­si­che­rung ist der Gemein­de nach­zu­wei­sen.

§ 16 INKRAFTTRETEN

Die­se Miet­ord­nung tritt am 01.März 2018 in Kraft und ersetzt die bis­he­ri­ge Miet­ord­nung vom 15.11.2001 mit nach­fol­gen­den Ände­run­gen.

Moos,

Die Neu­fas­sung der Miet­ord­nung wur­de im Mit­tei­lungs­blatt der Gemein­de Moos vom 2018 öffent­lich bekannt gemacht.

gez.

Peter Kess­ler, Bür­ger­meis­ter