1. Regat­ta 2019 Opti-B und 420er in Radolf­zell 06./07.04.2019

1. Regat­ta 2019 Opti-B Radolf­zell 06./07.04.2019

Direkt vor unse­rer Haus­tür fand mit dem Zel­ler Spar­kas­sen­cup am 06. und 07. April 2019 die ers­te Regat­ta unse­rer Segel­sai­son statt. Da in Moos erst ab 01. April die Boo­te in den Hafen dür­fen, nah­men am Wochen­en­de vor der Regat­ta eini­ge Opti-Seg­ler am Trai­nings­wo­chen­en­de teil, das vom Yacht­club Radolf­zell durch­ge­führt wur­de.

Eben­falls in Radolf­zell trai­nier­ten an die­sem Wochen­en­de auch unse­re 2 420er Crews.

Somit war das gesam­te für die Regat­ta benö­tig­te Boots­ma­te­ri­al bereits drü­ben beim Yacht­club und wir konn­ten ent­spannt am Sams­tag früh mit dem Auf­bau der Boo­te begin­nen. In der Nacht herrsch­ten noch Minus­gra­de, so dass das Was­ser auf den Per­sen­nin­gen noch gefro­ren war.

Das ers­te Ankün­di­gungs­si­gnal war auf 12:00 Uhr fest­ge­setzt, jedoch muss­te die Wett­fahrt­lei­tung 11:30 Uhr erst­mal die Start­ver­schie­bung auf dem Start­schiff signa­li­sie­ren, da der Wind noch auf sich war­ten liess.

Nach eini­ger Zeit konn­ten wir dann end­lich raus, da der Wind inner­halb von 10 Minu­ten von 0 auf 2–3 Bft auf­ge­frischt hat­te.

Die Boo­te wur­den wie üblich von einer gros­sen Men­ge Trai­ner- und Siche­rungs­boo­ten beglei­tet.

Kurz nach 14:00 Uhr wur­de der ers­te Lauf unter Papa gestar­tet. Ca. die Hälf­te der 420er war zum Start über der Linie. Des­halb fand kurz danach der nächs­te Ver­such unter Uni­form statt. Dies­mal hiel­ten alle Boo­te respekt­vol­len Abstand zur Linie und die 3 Grup­pen 420er, Opti A und Opti B wur­den auf die Bahn geschickt.

Nach etwa einer hal­ben Stun­de hat der Wind dann lei­der wie­der so abge­flaut, dass Wett­fahrt­lei­ter Alex Diet­rich die Wett­fahr­ten aller 3 Grup­pen abbre­chen muss­te. Nach einer nicht all zu lan­gen War­te­zeit wur­den die Boo­te wie­der in den Hafen geschickt, wo wir wie­der auf den Wind war­te­ten.

Lei­der kam er nicht mehr, so dass unter dem Jubel der Kin­der dann AP über A gesetzt wur­de.

Am Sonn­tag wur­de dann das ers­te Ankün­di­gungs­si­gnal für 09:30 Uhr ange­setzt.

Der Tag star­te­te dann deut­lich wär­mer als am Sams­tag, aber den­noch erst­mal mit War­ten auf den Wind.

Vor Radolf­zell woll­te ein­fach kein Wind auf­kom­men. Die Wett­fahrt­lei­tung befürch­te­te, dass genau wie im Vor­jahr kei­ne ein­zi­ge Wett­fahrt zustan­de kommt – dies soll­te unbe­dingt ver­mie­den wer­den.

So wur­de ein Ton­nen­le­ger­boot als Kund­schaf­ter Rich­tung Rei­chen­au geschickt. Zwi­schen der Rei­chen­au und Horn ist durch den Düsen­ef­fekt der Wind dort, wenn über­haupt irgend­wo wel­cher ist. Die­se Ver­mu­tung bewahr­hei­te­te sich und so ent­schloss sich die Wett­fahrt­lei­tung dazu, die Boo­te Rich­tung Rei­chen­au schlep­pen zu las­sen.

Das Schlep­pen war eine sehr müh­sa­me und lang­wie­ri­ge Pro­ze­dur. Zum Teil waren die Boo­te über eine Stun­de unter­wegs, bis sie im Wett­fahrt­ge­biet ein­tra­fen. Dazu kam, dass ein öster­rei­chi­sches Schlauch­boot noch Motor­pro­ble­me hat­te und wir des­sen Schlepp­ver­band auch noch über­nom­men hat­ten.

Von wei­tem konn­te man sehr schön ste­hen­de Spinna­ker der 420er sehen, die schon etwas eher da waren. Es gab also echt groß­ar­ti­gen Segel­wind. Lei­der ver­schwand die­ser Wind in dem Moment, als die Wett­fahrt­lei­tung mit dem Start­ver­fah­ren anfan­gen woll­te. Es war echt ver­hext. Nor­ma­ler­wei­se wür­de ein Wett­fahrt­lei­ter die Boo­te wie­der an Land schi­cken, wenn gar kein Wind mehr da ist. Da wir jedoch 1 Stun­de Schlepp­fahrt vom Hafen weg waren und die gemäss Aus­schrei­bung letz­te Mög­lich­keit für das Ankün­di­gungs­si­gnal 14:00 Uhr näher kam, muss­ten alle Boo­te war­ten – es ging gar nicht anders.

Als abseh­bar wur­de, dass die Zeit nicht mehr rei­chen wird, fuhr die gesam­te Flot­te wie­der Rich­tung Hafen zurück.

Somit fand die vom Yacht­club Radolf­zell sehr gut orga­ni­sier­te Regat­ta lei­der das glei­che Ende wie letz­tes Jahr – kei­ne ein­zi­ge gül­ti­ge Wett­fahrt.

Ingolf Dresp